Antworten von Erhard F. Freitag

In seinen Büchern beantwortet Erhard F. Freitag viele Fragen, die die Menschen bewegen. Eine kleine Auswahl finden Sie im folgenden.

Wer bin ich...?
Was ist der Unterschied zwischen positivem denken und Wunschdenken?
Gibt es einen freien Willen?
Was muss ich tun damit sich meine Zukunftsperspektiven erfüllen?
Wie arbeitet mein Unterbewusstsein...?
Warum mache ich immer wieder den gleichen Fehler...?
Was spielt sich in deinen Seminaren ab...?
Was sind Subliminals...?
Warum habe ich soviel Angst...?
Ist das Böse nicht genau so real wie das Gute...?

Wer bin ich...?

Ich danke dir für die Frage, sie ist die wichtigste, die es überhaupt gibt und taucht immer wieder in neuen Varianten auf. Es ist die Frage die das ganze Universum auf Touren hält und die ganze Welt beschäftigt. Überall begegnest Du ihr, sie wird nie beantwortet und deshalb immer wieder neu gestellt.

Alles, was lebt, lebt, um sich diese Frage zu stellen und um sie sich zu beantworten. Es gibt im Grunde keine andere Frage als:

"Wer bin ich?" Jedes warum ist ein Versuch, dieses zu beantworten. Der Sinn jeglicher Evolution liegt in der Suche nach dem "Ich bin".

In all Deinem Fragen, in all Deinem Tun ist immer nur das Suchen nach dem "Ich bin". Die ganze Schöpfung hat sich auf die Suche nach dem Schöpfer aufgemacht.

Ich gebe dir deine Frage zurück, beantworte sie dir selbst. Ich bin vollauf mit meiner Selbsterfahrung beschäftigt, mit der Suche nach meinem Selbst meinem "Wer bin ich...".

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Was ist der Unterschied zwischen positivem denken und Wunschdenken...?

Das Wunschdenken (wishful thinking), von dem du sprichst, ist für mich nichts anderes als eine Ansammlung illusionärer Träume, die gar nicht die Voraussetzungen haben, sich zu erfüllen. Der wertvollste Samen kann nicht keimen, wenn du ihn auf der Autobahn säst. Der Boden ist nicht der richtige dafür.

Ich nehme mal an, du bist klein und ausgesprochen mollig. Du stellst dir nun vor, dass du ein international gefragtes, superschlankes Fotomodell bist. Das tust du heimlich, denn du möchtest dich ja nicht lächerlich machen. Gleichzeitig beklagst du dich jeden tag darüber, dass du zu dick bist und lässt kein Tortenstück in deiner Nähe unverspeist. In diesem Fall willst du zwar superschlank sein, aber du glaubst, dass du zu dick bist und auch so bleiben wirst.

Der wesentliche Unterschied zwischen Wunschdenken und positiven Denken besteht also darin, dass du einmal etwas willst und das andere Mal etwas glaubst. ---

Glaube ist notwendig, damit sich Wünsche verwirklichen können.

Wie aber entsteht Glaube bei einem, der ein ständiger Zweifler ist? In meinem Buch "Die Macht Ihrer Gedanken" habe ich es so ausgedrückt:

Glauben hat etwas zu tun mit Selbstvertrauen.

Selbstvertrauen entsteht aus Selbstbewusstsein.

Selbstbewusstsein ist die Wirkung von Meditation über das Selbst.

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Gibt es einen freien Willen?

So manchem wäre es angenehm zu hören, es gäbe keinen freien Willen. Die liebste Rolle des Menschen scheint die des Opfers zu sein. Er ist jahrtausendelang zu dieser Weltsicht erzogen worden und konnte deshalb gar nicht lernen, selbständig zu denken und zu handeln. Für den normalen Bürger gab es immer einen übermächtigen Gott, der in Fürsten, Königen, Kaisern und Päpsten Stellvertreter auf Erden hatte. Für die Frau war zudem noch der Mann selbsternannter Herrscher. Die so genannte Obrigkeit, ob Staat oder Kirche, hat bis in dieses Jahrhundert hinein versucht, die Freiheit des Willens und der Meinungsäußerung so gut wie möglich in Grenzen zu halten.

Die kürzeste Antwort auf deine Frage wäre "jein". Ja, der Mensch kann im Verhältnis zu anderen Erscheinungsformen seinen Willen äußern, nur weiß er oft gar nicht, was er will.

Da hat jemand einen freien Willen und weiß (glaubt) es nicht! Er meint, dass sein freier Wille schon damit ausgelastet ist, dass er das Sofa von der rechten in die linke Ecke des Zimmer schiebt. Dabei könnte er ein Schloss bauen. ----

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Was muss ich tun, damit sich meine Zukunftsperspektiven erfüllen?

Zuerst wäre es gut, wenn du aufhören würdest, zu wollen, dass dir etwas gelingt. Lerne das, von dem du willst, dass es ist, über jenen Kanal in Form, Funktion und Geschehen umzusetzen, der dafür der geeignete ist.

Mit deinem Willen hast du schon viel Misserfolg in deinem bisherigen Leben erzwungen. Willentliche Energie einzusetzen ist, von der metaphysischen Ebene her betrachtet, so etwas wie eine Zwangsmaßnahme; vom bewussten Menschen als das denkbar ungeeigneteste Mittel durchschaut. ---

Stell dir vor, du nimmst zu dem, was dir wünschenswert erscheint, eine Beziehung auf. Wenn du gestattest, diese Beziehung eine Herzensbeziehung sein zu lassen, fällt es dir leichter, Liebe zu deinem Wunsch zu entwickeln. Sobald du beginnst, das, was du möchtest, zu lieben, wirkst du unwiderstehlich auf dein Ziel.

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Wie arbeitet mein Unterbewusstsein...?

Dein Unterbewusstsein speichert nicht nur alle Eindrücke, die unwillkürlich auf dich zukommen, es speichert – und das ist der entscheidende Punkt für dich – auch deine Gedanken. Wir denken nahezu ununterbrochen, wenn wir wach sind. Und die unter Kontrolle zubringen, haben Mystiker aller Religionen und verschiedener Richtungen seit Jahrhunderten versucht. Mit meditativen Techniken gelingt das auch für einige zeitlose Momente. ---

Stell dir vor, dein Unterbewusstsein wäre ein Garten und deine Gedanken Samen, die du in diesem Garten pflanzt. Aus jedem Samen wächst etwas, das vorher nicht da war.

Diese Samen sind deine Gedanken. Böse, traurige, zerstörerische Gedanken bringen ebensolche Früchte hervor. Ein jegliches wächst nach seiner Art. Aufbauende, liebevolle, freudige Gedanken bringen ebenfalls entsprechende Früchte hervor.

Alles, was du denkst, hat die Tendenz, sich zu materialisieren. In deinem Körper, deiner Umgebung, deinen Lebensumständen. Durch ständige Wiederholungen verstärkst du diese Tendenz. Das ist ein geistiges Gesetz, dessen Tragweite dir ganz klar sein sollte.

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Warum mache ich immer wieder den gleichen Fehler...?

Ich glaube, dass du noch nie einen Fehler gemacht hast. Du hast dir von deiner Umwelt nur immer wieder einreden lassen, dass du nicht "richtig" bist, dass du vieles falsch machst.

Du hast manchmal – oder oft – in deinem Leben Situationen wiederholt, weil du Angst hattest, dich Neuem zu öffnen. Dieselbe Geschichte kam wieder vorbei, noch bevor du Mut hattest, dich ihr offener zuzuwenden. Selbst wenn dies drei-, vier- oder gar fünfmal geschehen ist, sollte niemand deine nur bedingte Reaktion "Fehler" nennen. Du brauchtest genau die Zeit, die verstrich, um das zu lernen, was zu lernen war.

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Was spielt sich in deinen Seminaren ab...?

Unsere Fähigkeit, bewusst zu sein, ist zugleich Auftrag. Fähig sind wir, du und ich, aber noch ziemlich unterbelichtet, ziemlich unterentwickelt. Meine Seminare verstehen sich als Entwicklungshilfe. In meinen Seminaren versuche ich mit meinen Therapeuten prinzipielle, aber auch individuelle Hilfe zu geben, je nach innerer Bereitschaft des einzelnen.

Spirituelle Seminare zeigen dir, woher du kommst, aus welchem Stoff du bist und wohin du gehst. Du lernst in meinen Seminaren weniger, deine Hände einzusetzen, als deinen Geist. Seminare helfen dir, dich selbst wahrzunehmen, Angst abzubauen, loszulassen.

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Was sind Subliminals...?

"Subliminal" heißt unterschwellig, unterbewusst und bezeichnet die Art der Wirkung dieser Suggestionskassetten. Der technische Vorgang ist folgender: mit Hilfe eines so genannten Subliminlalprozessors werden Suggestionen so einer bestimmen Musik angepasst, dass der Pegel der Subliminals immer etwas unter dem Pegel der Musik liegt. Das Bewusstsein kann so die verdeckten Informationen nicht entschlüsseln (und zensurieren). Natürlich erfährst du – auf der anderen Seite der Kassette oder im Begleitheft – was dir da unterschwellig eingegeben wird.

Nehmen wir an, du gibst dir selbst die Suggestion ein "Ich bin selbstbewusst". Aber während du das noch sagst, fängt irgendetwas (dein Verstand) in dir zu kichern an und wispert z.B.: "Was? Du willst selbstbewusst sein? Wo man dir doch immer schon gesagt, hat, dass du eine Niete bist...."

Das Unterbewusstsein dagegen kennt kein Beurteilen und Verurteilen und nimmt den Satz so an wie er ist und setzt ihn um. Ganz wörtlich!

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Warum habe ich soviel Angst...?

Angst ist eine von der Schöpfung eingesetzte Maßnahme, die dem Erreichen deines Zieles dient.

Nimm die Angst als einen Förderer, einen Freund, der dir zwar nicht ganz geheuer ist, von dem du aber weißt, dass er dir hilft. Unternimm nichts gegen deine Angst, erkenne ihre Aufgabe und akzeptiere sie.

Deine Angst hat viel für dich getan. Sie hat dich gelehrt, wie weit du gehen, aber auch, wie weit du zurückbleiben kannst. Der Sinn deines Lebens ist, jeden Tag erneut an deine Grenzen zu gehen.

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Ist das Böse nicht genau so real wie das Gute...?

Von deiner Position aus betrachtet, hast du vollkommen Recht. Nur – was ist "real"?

Es stimmt, dass die Löwin gerade eine Antilope getötet hat. Es stimmt genauso, dass die Löwin gerade ihren vier Jungen Nahrung gebracht hat. Gut und Böse sind ausschließlich eine Sache des Standpunktes. Wer wird nach dem Urteil gefragt? Mein Lehrer Dr. Joseph Murphy sagte deshalb: Vermeide jegliches Richten. Dort, wo ein Richter ist, ist Leiden.

Nur gelingt ein vorurteilsfreies Leben den meisten von uns wohl nicht. ---

Gott richtet nicht. Er nannte die Schöpfung gut und sehr gut. Vor ihm sind wir alle gleich.

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Auszüge aus Büchern
von Erhard F. Freitag

»Mach von Deiner Freiheit doch mehr Gebrauch. Du hast die Wahl, Du kannst Deinen Weg selber bestimmen.«


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